DMEA-Rückblick 2026: Das waren Themen der Fachmesse für die Gesundheits-IT

Shownotes

heise-online-Redakteurin Marie-Claire Koch hat auf der DMEA, der Messe fürs digitale Gesundheitswesen, Eindrücke und Stimmen gesammelt – Software-Herstellern und der Pflege. Im Podcast geht es unter anderem um den Europäischen Gesundheitsdatenraum, agentische Systeme, Interoperabilität und die schleppende Digitalisierung im Gesundheitswesen.

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00:00:01: Willkommen beim Digital Health

00:00:03: Podcast von

00:00:04: Heise Online.

00:00:05: Hier geht es um die Digitalisierung

00:00:07: im Gesundheitswesen,

00:00:08: von Apps und Medizintechnik

00:00:10: bis hin zur Gesundheitspolitik.

00:00:13: Für alle, die wissen

00:00:14: wollen

00:00:14: wie sich das Gesundheitswesend

00:00:16: digital verändert

00:00:20: Hallo und herzlich willkommen!

00:00:22: Ich bin Marie-Claire Koch und bei Heise online Redakteurin für digitale Gesundheitsthemen.

00:00:27: In dieser Folge gibt's einen kleinen Rückblick mit Einblicken der Demäher der Leitmesser für die IT-Branche im Gesundheitswesen.

00:00:34: Wieder einmal sind viele Reformen und Digitalprojekte in Arbeit, zum Beispiel die Notfallreform oder das Gesetz für Daten und digitale Innovationen im GesundheitsWesen und die Anbindung an den europäischen Gesundheitsdatenraum und die OID Wallet.

00:00:47: Das ist eine virtuelle Brieftasche zum Ausweisen!

00:00:50: Was der Politik kommen jetzt deutliche Worte, denn es muss dringend gespart werden.

00:00:55: Sie hofft auf eine effizientere Versorgung dank digitaler Steuerung bei der die elektronische Patientenakte zum zentralen Herzstück werden soll.

00:01:03: Gleichzeitig wächst der Druck auf EU-Ebene und auch der Satz Daten sind das neue Öl ist wieder gefallen.

00:01:10: Doch während neue Gesetze und Plattformen entstehen stellen sich viele die Frage wie weit ist die Digitalisierung im Gesundheitswesen tatsächlich gekommen?

00:01:17: Im Vorfeld der Messe hatte ich mit Matthias Mayerhofer gesprochen.

00:01:20: Er ist Chef der Meyerhofer AG, die Kliniksoftware anbietet.

00:01:23: Thema war der Umzug der DEMER von Berlin nach München und der Streit mit der Messe Berlin – die parallel eine Konkurrenzveranstaltung plant.

00:01:31: Hier und da war der Konflikt auch auf der Meste spürbar.

00:01:33: Zu den Herausforderungen rund um Interoperabilität also das Systeme Daten untereinander austauschen können und in EHDS habe ich Michael Gillissen befragt.

00:01:42: er ist Teamleiter der Technikabteilung bei der Duria-EG einer Herstellerin von Praxis Verwaltungssystemen.

00:01:47: Genau!

00:01:48: Also der Gesetzentwurf ist erst mal nur ein Entwurf und wir müssen da schauen, dass da einige Punkte noch nicht ganz kompetisiert worden sind.

00:01:55: Es gibt einen Interpretationsspielraum und der muss natürlich noch kommentiert werden und auch eventuell dann klargestellt werden, sodass dafür die Branche Klarheit herrscht wie Daten bereitgestellt werden können

00:02:09: und müssen.

00:02:10: Wir wollen natürlich das Interoperabilität überall genutzt wird um eben Datenflüsse zu optimieren.

00:02:19: Da müssen die Spielregeln für alle gleich sein und da müssen wir schauen, dass das entsprechend im Gesetzentwurf dann zur Geltung kommt.

00:02:25: Und ist da generell die Anbindung an den EHDS bis zum Jahr zwanzig machbar?

00:02:30: Eine sehr spannende Frage!

00:02:32: Man muss sagen in den letzten Jahren hat man gemerkt, dass Umsetzung gesundheitlich immer ein bisschen länger dauern.

00:02:37: Das liegt natürlich auch an der Komplexität.

00:02:40: Wir wollen natürlich keine fehlerhaften Module reinbringen sollen, die sollen natürlich schon Qualitätsgesichert auch zur Verfügung stehen und meiner Meinung nach ist es dann so wenn das ein bisschen länger dauert.

00:02:51: Ist es besser für die Versorgung?

00:02:52: Auf die Hersteller kommen einige Pflichten zu da sie die Daten interoperabel bereitstellen müssen.

00:02:57: manche Daten müssen aber auch zentral von einem Anbieter bereitgestellt werden zum Beispiel im Erezeptfachdienst durch IBM.

00:03:03: Das soll der EU-weiten Versorgen mit Medikamentendien wenn man beispielsweise im Urlaub ist Aber natürlich auch der Forschung.

00:03:09: um all diese Dinge durchzusetzen soll die Gematik die für die Digitalisierung im Gesundheitswesen verantwortlich ist, mehr Durchgriffsrechte bekommen.

00:03:18: Unter anderem darüber habe ich auch mit Andreas Straußfeld, CEO von Bitmark

00:03:22: gesprochen.".

00:03:22: Das finde

00:03:23: ich grundsätzlich tatsächlich einen guten Weg, dass man der Gematik diese Kompetenz auch einräumt.

00:03:28: Ich hab ja immer wieder

00:03:30: betont,

00:03:30: dass sich die Gematika nicht als Produkthersteller oder Betreiber sehe

00:03:35: aber

00:03:36: als

00:03:37: hoheitlichen

00:03:38: Wächter habe ich überhaupt keine Schmerzen damit.

00:03:40: sowas braucht es ganz klar.

00:03:42: Wenn die Gematik jetzt klare

00:03:43: Befundnisse

00:03:44: kriegt auf Sanktionen auszusprechen, glaube ich sind wir hier

00:03:48: insgesamt

00:03:48: auch auf einem guten Weg.

00:03:50: zu sagen gleich ist recht für alle klaren Spielregeln.

00:03:53: Eine

00:03:54: zentrale Stelle, die die

00:03:56: Hoheit

00:03:56: hat.

00:03:57: Das finde ich vom Grundsatz her

00:03:58: passend.".

00:03:59: Ähnlich

00:03:59: sieht das auch die Gematik selbst.

00:04:01: Einer der geschäftsführenden Florianer der Gematikkloriant-Vurmann beschrieb das Gesundheitswesen auf der DEMER mit einer Orchestermetapher wobei die Gemartik für die Bühnentechnik zuständig ist – wie die Reform beispielsweise beim Primärversorgungssystem aussehen werden wird noch verhandelt Während Politik und Selbstverwaltung noch über Zuständigkeiten und Standards diskutieren, sind Systeme wie Chatchi B Team Einsatz.

00:04:23: MEKO will die Abläufe und die Kommunikation in Kliniken mit intelligenter Software vereinfachen.

00:04:28: Mehr dazu erklärt Katharina Jecke von MEKO.

00:04:32: Wir machen Kliniksoftware und innerhalb unserer Kliniksoftware bieten wir unseren User die Möglichkeit an sich selbst Agenten zu erstellen.

00:04:40: Und die Agenten erledigen einfach im Hintergrund Jobs für die User, die User können Ärztinnen sein, Pflegepersonal auch Medizin-Controlling oder Apotheker in und erledigend das was man nicht ständig aufgeschirm haben möchte sondern was vom Hintergrund mit laufen soll.

00:04:55: Die machen Zugriff auf die Klinicsoftware und können dann zum Beispiel Jobs für diese Agenten anlegen.

00:05:00: Also zum Beispiel kann eine Ärztin für eine bestimmte Patientengruppe, z.B.

00:05:04: für alle Patienten ihrer Station die Aufgabe anlegen, dass ne Selbstesüberwachung gestartet werden soll.

00:05:11: Das heißt der Agent prüft dann im Hintergrund einmal ob neue Labordatme reinkommen als ob zum Beispiel das CHP ansteigt.

00:05:18: Gleichzeitig werden Vitalwerte überwacht und sobald die in Zusammenspiel auf Ne Selbstes hindeuten schaltet sich hier Wahl mit ein und bewertet die Werte, die auffällig sind.

00:05:31: Schaut auch nach ob es schon eine Therapie gibt und erstellt ne Bewertung, die dann in echter Mensch noch mal sich anschauen muss um zu schauen was die nächsten Schritte sind bei der Sepsis?

00:05:41: Und macht auch Therapieforschläge oder sowas.

00:05:44: Unsere Agenten nutzen unterschiedliche Tools also einmal kann die KI ins Spiel kommen.

00:05:49: das könnte aber auch könnt auch einfach Aufgaben erstellen werden oder Zusammenfassungen gemacht werden.

00:05:54: wir haben einen AMTS dass Medikamente zum Beispiel überprüft.

00:05:58: Das heißt, wir haben so unterschiedlichen Werkzeugkasten der genutzt werden kann.

00:06:03: Professor Walmit kennen die Leitlinien einer Klinik?

00:06:06: oder auch allgemeine Leitlinien, hat Zugriff auf ganz unterschiedliche Dokumente.

00:06:11: Zum Beispiel die Befunde der Patientin und kann dann aus

00:06:16: allen

00:06:17: Informationen, die ganz breit vorliegen herausbildern erstens was wichtig und relevant ist sondern daraus medizinische Vorschläge machen.

00:06:25: also immer dann wenn es praktisch die Grenze zu Medizinprodukten überschreitet, weil Therapievorschläge sind oder Bewertungen sind und nicht nur Dokumentationen oder Zusammenfassung kommt bei uns Wahlmät ins Spiel.

00:06:36: Und vorher macht es uns gesorgt werden.

00:06:38: Und immer wenn wir eben in diesen Medizin-Produktbereich reinkommen greift dann Prof.

00:06:43: Wahlmädchen oder das AMTS also immer, dann holen wir uns das Werkzeug medizinprodukt.

00:06:48: Das ist auch in der Intensivmedizin ein Thema.

00:06:50: Über Plattformen werden beispielsweise Vitaldaten für die Telemedizin zugänglich gemacht um beispielsweise Spezialisten aus der Ferne hinzuziehen.

00:06:58: Mehr dazu erklärt Mona Kansch von Clinomic.

00:07:01: Wir haben bei Clinomic eine intelligente Datenplattform für den Bereich Critical Care, das heißt für die Anwendung auf der Intensivstation und in der Antikanästhesie.

00:07:10: Die Mona heißt und Mona als System bringt es zustande, dass man nicht nur digital dokumentieren kann sondern der Input den man dokumentiert genauso wie die Daten aus dem angeschlossenen Medizintechnik das heißt aus den Vitalmonitoren und auch den Beatmungsgeräten intelligent genutzt wird.

00:07:30: Das heißt es wird in intelligente Aufgabenlisten beispielsweise übertragen.

00:07:35: außerdem agieren wir jetzt auf eine Plattform das heißt wir können hier auch smarte KI Algorithmen zum Beispiel zur Selbstproduktion ganz einfach mit integrieren.

00:07:45: Also, dass man schneller eine Blutvergiftung erkennt?

00:07:47: Korrekt!

00:07:48: Dass man schneller ne Blut Vergiftungen erkennt oder auch schon Akkustinierenversagen vorhersägen kann.

00:07:54: All solche Kain-Algorithmen können wir sehr einfach integriern in die Plattform.

00:07:59: Außerdem ist in der Plattform auch schon mitintegriert ein Telemedizinmodul so das man auch Teleintensivkonsole geben kann oder erhalten

00:08:09: kann also, dass dann der Arzt aus der Ferne zugeschaltet wird und man dann sagen kann Hey, wir haben hier einen speziellen Patient mit folgenden Symptomen.

00:08:17: Können Sie auch noch mal oder kannst du auch nochmal Kollegen

00:08:19: gucken?

00:08:19: Genau und das Spannende daran ist dass der Arzt nicht nur seine Diagnostik beziehungsweise Therapie Entscheidungen auf dem Fällen muss was ihm quasi mitgeteilt wird über Audio und Video sondern er hat auch noch einen vollen Zugriff auf die Daten die vorliegen, sodass er einfach ein ganzheitliches Bild des Patientenzustandes bekommt und so die bestmögliche Versorgungsqualität auch gewährleisten kann.

00:08:45: Das ist das was wir mit MONA als intelligente Datenplattform für den Bereich Kritik klär machen.

00:08:51: Gleichzeitig haben wir noch ein zweites Produkt, das sind jetzt ganz neu, d.h.

00:08:54: Elaine.

00:08:55: Elaine ist eine KI ähnlich oder kann man sich vorstellen wie Gemini Allerdings natürlich datenschutzrechtlich auch okay.

00:09:07: Und das Besondere an Elaine ist, dass es ihnen auch Antworten geben kann basierend auf ihrem Klinikentern wissen.

00:09:15: Das heißt wenn man jetzt beispielsweise etwas fragen würde wie... Wie verlege ich einen VIP-Patienten in meinem KISS-System?

00:09:24: Oder auch, wie eskaliere ich eine Antibiotikatherapie bei Sepsis.

00:09:28: Wenn Sie das jetzt irgendwie einfach in Gemini oder in Chagipiti fragen würden, würden sie eine Antwort bekommen.

00:09:35: Die könnte gegebenenfalls halluziniert sein weil diese Systeme sich aus einem... Sachen, die sie im Internet finden zusammen suchen und zusammenschneiden.

00:09:46: Unser System Elaine basiert sich wirklich auf dem was in ihrer Klinik als Wissen hinterlegt ist das heißt auch alle SOPs gegebenenfalls auch Handbücher von Softwaredokumentation und hat so eine validierte Antwort die auch mit Quellverweisen hinterlegt isst sodass Sie das jederzeit nachlesen können dass es auch validiert ist und von Ihrer klinik so vorhergesehen ist Diese Antwort.

00:10:10: Des Weiteren trainieren wir auch das Wissen,

00:10:12: d.h.,

00:10:12: wir enden nicht da, dass wir ihnen eine Antwort zur Verfügung stellen sondern das System deckt auch Wissenslücken auf und kann dann auch über online Trainings dieses Wissen generieren und trainieren.

00:10:24: Und was aber viel wichtiger ist, was Mona sicherstellt, ist, dass die wirklich abrechnungsrelevanten Daten auch durchgehend erfasst werden so dass zum Beispiel Veratmungsstunden wirklich dokumentiert werden und dann durch das Medizin-Controlling auch abgerechnet werden.

00:10:42: Okay, was ja auch für die Wirtschaftlichkeit der Häuser sehr wichtig

00:10:45: ist?

00:10:46: Genau eine Besonderheit an Mona ist außerdem dass wir ein feierbasiertes CDR haben.

00:10:51: Das heißt alle Daten die dort dokumentiert wird können danach auch strukturieren extrahiert werden und genutzt werden für Forschung in der Entwicklung.

00:11:02: Zum Beispiel für die Entwicklung von KI Algorithmen, denn KI Algoritmen brauchen ja Daten oder setzen auf Daten auf.

00:11:09: Und da braucht man einfach eine gute Datenbasis Datenschutz mit runter und die schaffen wir mit unserem feierbasierten CDR in der integrierten Plattform.

00:11:18: Das ist auch für den europäischen Gesundheitsdatenraum wichtig?

00:11:22: Korrekt!

00:11:23: Da sprichst du auch schon was richtig Spannendes an.

00:11:26: Der EHRDS hat sich ja zum Ziel gesetzt, quasi diese Daten zusammenzuführen.

00:11:31: Wir setzen das konkret auch schon in einem Projekt rum und zwar nennt es sich dieses Projekt, dass ist eines von zwei aktuellen Projekten auf dem intensivmedizinischen Level.

00:11:41: Das Projekt heißt ICU Data VEU.

00:11:43: dort sind wir die Datenplattform für die Zusammenführung von ICU-Daten von verschiedenen europäischen Fanghäusern.

00:11:51: Das heißt auf unserer Datenplatform werden diese Daten zusammengeführt sodass man die dann im Rahmen des EHDS auch Voraussetzungen erfüllt dafür.

00:12:00: Zufällig bin ich über den Stand von Esmät gestolpert.

00:12:03: Esmeth steht für strukturierte medizinische Ersteinschätzung in Deutschland, das ist ursprünglich eine Software aus der Schweiz wie bei der Patientin-Hotline-Einzensechs-Einsein-Sieben und im Patienten-Navi eingesetzt wird.

00:12:14: Da ich eh schon da war habe ich noch kurz mit Tobias Herrmann dem Chef von Esmet gesprochen.

00:12:19: Esmid ist, wie schon gesagt, strukturierende medizinliche Ersteinschätzung Ein webbasiertes Tool, um es bei akut Beschwerden zu nutzen und zu entscheiden wie dringlich muss sich eigentlich versorgt werden.

00:12:31: Und von welcher Versorgungsstruktur das stammt?

00:12:33: Wie gesagt ursprünglich aus der Schweiz gibt es mittlerweile seit acht Jahren auch in Deutschland.

00:12:39: Wir haben zwei verschiedene Varianten die eine ist für medizinisches Fachpersonal, die zum Beispiel im Call Center genutzt wurde aber auch in Arztpraxen oder zukünftig integrierten Notfallzentren Und die andere ist die Patienten-Variante, den Chatboard.

00:12:53: Den vielleicht eine oder andere Person schon mal ausprobiert hat... ...die über F-Sexer sieben DE verfügbar ist wo man eine Selbstanschätzung machen kann und am Ende eben eine Empfehlung bekommt wie dringlich muss ich eigentlich wann von wem versorgt werden?

00:13:07: Und Sie sind ja auch als Medizinprodukt

00:13:08: zertifiziert.

00:13:10: Welche Teile betrifft

00:13:11: das?

00:13:12: Das betriffe das gesamte Produkt also sowohl das medizinische Regelwerk so ein neuronales Netzwerk aber keine KI im engeren Sinne sondern weiteren Sinne.

00:13:19: es komplett selbst gepflegt und lernt nicht selbst sozusagen.

00:13:25: Das ist Teil des Medizinproduktes aber auch die GUI, also die Oberfläche.

00:13:30: Auch Teil des medizinproduktes.

00:13:31: deswegen sind Kunden von uns, der das Produkt nehmen, die sprechen nicht nur unsere Api an sondern binden auch unserer Nutzeroberfläche ein.

00:13:40: Also auf das was man im Browser beispielsweise sieht, dass alles Teil der Zertifizierung.

00:13:44: Es gibt natürlich KVN, die haben es nutzende Stärke und andere weniger stark.

00:13:50: Wir haben das im Rahmen von einem Innovationsformprojekt, die mahnt und haben es ausgetestet damals in elf KVN.

00:13:59: Wir hatten eine besondere Situation für so ein Projekt, dass der Gesetzgeber im Rahmen des TSVG definiert hat, dass die KvN an den Elf-Sechs-Sieben eigentlich verpflichtet sind, an der Rufnummer einer Erstanschätzung durchzuführen seit dem ersten erstes Jahr zwanzig-zwanzig.

00:14:13: Insofern müssen es bei der Ersteinschätzung von Akutfällen Nutzen eben schon seit damals, also mittlerweile über sechs Jahren.

00:14:22: Und deswegen ist es auch in allen KVN im Einsatz.

00:14:25: Weswegen sage ich das wird unterschiedlich genutzt?

00:14:27: Es kommt natürlich darauf an wie der Prozesse.

00:14:28: sozusagen wenn man dort anruft und einfach sich nur dafür interessiert wo die nächste Notdienstpraxis ist da ist nicht zwangsläugig gesagt dass man auch eine Erstentschätzung bekommt.

00:14:38: Wenn man aber sagt man hat gute Probleme und weiß nicht was dann wird unser Tool im Hintergrund vom Fachpersonal genutst und die Fragen gestellt oder eine Entscheidung getroffen auf der Grundlage.

00:14:47: Praktisch ist ja, dass man nicht unbedingt anrufen muss und auch einfach ein Chat

00:14:50: für dich haben.

00:14:51: Genau das ist natürlich hochspannend.

00:14:52: Das haben wir nicht seit Jahrzehnte im Einsatz aber ich glaube der wurde zwanzig zweiundzwanzig zwanziggereinzwanziger gelauncht vor allen Dingen über f-sechsf sieben

00:15:00: D.E.,

00:15:01: es läuft dort unter Patienten Navi online und wir sehen seitdem eigentlich einen stetigen Anstieg der Nutzungszahlen auch wenn die noch nicht so hoch sind wie die Nutzung in der Telefonie.

00:15:11: also da haben wir fast drei Millionen Erstanschätzungen jahr bei der F-Sexf Sieben Und ich glaube beim Patienten, wie sind wir im mittleren Wegstelligen Bereich unterwegs.

00:15:20: Es ist auch ganz spannend weil wir sehen dass es da ganz unterschiedliche Use Cases gibt.

00:15:26: also ein ganz interessantes Finding von der Kollegin vom ZI ist sozusagen in Auswertung das dort Menschen mit psychischen Problemen dazu tendieren eher die Selbstanschätzung zu nutzen.

00:15:38: möglicherweise wäre die Hypothese bei die Hemmschwelle im Gespräch dort höher ist.

00:15:42: Also wir sehen durchaus das unabhängig vom Zugangspunkt sozusagen, also Telefonie und Webbasiert oder per App.

00:15:53: Einfach sinnvoll ist dass man verschiedene Zugangswege hier implementiert.

00:15:58: An Feiertagen wird ja auch immer aufgestockt.

00:16:00: Sehen Sie das auch in den Nutzerzahlen?

00:16:01: Dass dann zum Beispiel

00:16:02: im Weihnachten

00:16:03: um mehr Leute die Dienste

00:16:04: anspielen.

00:16:05: Absolut, das ist natürlich wirklich heiß diesen Weihnachten und Ostern.

00:16:08: Also wenn mehrere Feiertage aufeinandertreffen aber auch am Wochenende natürlich, wenn die Praxen geschlossen haben man sieht auch die Peaks jetzt bei der FXF-Sieben.

00:16:17: Am Mittwoch Nachmittag oder am Freitag nachmittags, wenn typischerweise die Praxis zuhaben dann steigen sofort die Nutzungszahlen.

00:16:23: Das Primärversorgungssystem wurde ja schon mehrfach von der Gesundheitsministerin angefindigt hier in Deutschland.

00:16:30: Also wie wirklich das auf ihr Unternehmen

00:16:33: aus?

00:16:33: Natürlich, also es wird drauf ankommen, wie die gesetzlichen Regelungen dann im Detail aussehen werden.

00:16:40: Wir selber sind ja sozusagen anbieter einer Lösung unsere Kunden implementieren.

00:16:45: Das ganze ich gehe davon aus dass in einem Primärversorgungssystem die F-Sex F-Seven eine wichtige Rolle spielen wird wenigstens als ich sage mal Fallback Szenario wenn die Primär Versorger so die Hausarztpraxen nicht erreichbar sind vielleicht sogar mehr.

00:17:00: Die Pläne geben, wenn ich das richtig lese der F-SIXS-Siebenjahr sehen.

00:17:03: Das ist eine sehr starke Rolle vor aber ich glaube es westmärzigen Zeiten noch nicht richtig absehen wie das konkret ausgestattet wird.

00:17:11: ja wir freuen uns natürlich also auf allen Dingen also unabhängig von den Nutzungen von ESME dass dieser Service sich in den letzten zehn Jahren oder die Einführung war ... wenn ich es richtig sehe, sich so stark weiterentwickelt hat.

00:17:23: Und auch natürlich von der Politik aufgrund des Erfolgs immer weiter mit Bedeutung... ...aufgeladen worden ist.

00:17:28: also die Anfänger der Nummer, die in ganz Europa gibt aber nicht in jedem Land wirklich genutzt wird waren ja sehr überschaubar.

00:17:36: da ging's vor allen Dingen erst mal um eine reine Auskunft wo die nächste Bereitschaftspraxis oder der nächste Arztbereitschaft hat und Ich glaube die Einführung der Erstanschätzung war dann schon ein Game Changer weil man damit wirklich die Grundlage dafür geschaffen hat, dass man Versorgungssteuerung betreiben kann.

00:17:51: Und in der Pandemie hatte die F-SXF-Sieben ja auch noch andere Aufgaben.

00:17:55: Das ganze Impfmanagement wurde teilweise darüber abgewickelt.

00:17:58: Der Terminservice läuft auch über den F-SSX-Sieben der KVN.

00:18:01: Also es kamen immer mehr Aufgaben dazu und ich glaube das wurde vielfach von den KvN einfach sehr gut umgesetzt.

00:18:06: und deswegen verwundert es mich oder uns nicht, dass auch im Kontext der Primärversorgen zu vorm DLf-Sxf Sieben hier eine starke Rolle spielen

00:18:14: soll.".

00:18:15: Im Kontext der F-Sex-Siebens sind wir als Erstandschätzungstuhl natürlich in die bestehenden Systeme schon integriert.

00:18:21: Und wir sind ja sozusagen auch nur ein Teil des ganzen Prozesses, also wenn man unser System aufruft rufen unseren Server auf und springt auf unsere Web Umgebung durchläuft das Assessment und das Primärsystem, dass es mit integrierte ist hat dann am Ende die Möglichkeit die Daten abzurufen weiterzuverarbeiten.

00:18:38: von daher haben ändert sich für uns gar nicht so viel, weil dann beispielsweise die F-Sex-F-Seven die Daten jetzt auch weiterhin hat wie sie sie jetzt schon haben und dann ist eigentlich eine Schnittstelle oder Weiterverarbeitung braucht von den F-Sex-F Siebensystemen zu nachgelagerten Systemen.

00:18:52: Von daher sind wir da wenn überhaupt nur mittelbar involviert.

00:18:56: also es ändert dich nicht viel für uns.

00:18:58: Also ein wichtiges Statement glaube ich von mir.

00:19:01: Erst mal ein bisschen kontraintuitiv klingt, dass die Ersteinschätzung in einem Primärversorgungskontext ist sicher nicht das Allheilmittel wie es auch manchmal politisch diskutiert wird.

00:19:10: Ganz wichtig ist ja auch, dass unser Produkt vor allem geeignet ist für die Erstanschätzungen von akuten Gesundheitsgruppen.

00:19:15: Das kann auch gute Beschwerden bei einem Kroniker sein beispielsweise.

00:19:19: aber sehr viele Anfragen im Kontext von Hausarztpraxen sind ja Routineuntersuchungen beispielsweise oder auch Dinge wo eine Erstein-Schätzung überhaupt nicht unbedingt notwendig ist an der Stelle.

00:19:31: Und ich denke schon, und das wäre ein klares Problem, dass der Gesetzgeber hier einen Weg finden muss.

00:19:34: Dass dieser Zugang dazu auch weiterhin einfache und niedrigschwellig möglich sein wird.

00:19:40: So wie man so ohne eine Erstanschätzung vorschaltet.

00:19:43: Ich habe manchmal leider den Eindruck, dass ein bisschen zu kauschal diskutiert wird, dass eine Erstandschätzung da überall vorhanden sein muss.

00:19:50: Das sehen wir nicht so aber erfreulicherweise auch nicht die meisten Akteure in dem Bereich unterwegs sind.

00:19:58: würde ich auch immer so argumentieren, dass die Ärztin schätzen gerne Hilfestellung ist an der Stelle.

00:20:01: Also es geht ja wirklich um Priorisierung und wir haben das auch bei der F-Sex-Sechs-Sieben erlebt.

00:20:05: also die wenigsten Anrufenden erleben es als Beformwundung sondern wirklich als Hilfeställung.

00:20:13: Ich erwähne mal ein Beispiel wenn junge Eltern die verunsichert sind mit einem Kind was Nacht schreit und Fieber hat dort anrufen und die Symptome schildern dann sind sie unter Umständen einfach auch sehr froh.

00:20:22: Wenn's nicht heißt Ja Dann fahrt doch bitte jetzt in die Notaufnahme wenn die Auskunft kommt, dass vielleicht keine Versorgung notwendig ist und dass sie ruhig bis zum nächsten Morgen warten können.

00:20:33: Parallel entstehen viele Systeme und aufgrund der Notfallreform hoffen auch einige Anbieter, dass sie da einen Fuß in die Tür bekommen.

00:20:41: Ein Unternehmen was dann ein bisschen herausstarrt war SymptoX das einen neuen digitalen Zugang zu versorgen anbieten möchte.

00:20:48: Tobias Deutsch hat mir dann erklärt was die Produkte von Symptox machen.

00:20:52: Sympto X ist ein neues Interface, das über Sprache Patientendaten erfasst und im Klartext in die medizinischen Zielsysteme schreibt.

00:21:00: Das heißt wir nehmen zum Beispiel Anamnesedaten in der Notfallaufnahme auf bevor der Arzt den Patienten das erste Mal sieht und stellen diese Daten in den Systemen bereit und die Mitarbeiterinnen Ärzte Pfleger in der notaufnahme können halt mit dem Patientendat schon arbeiten bevor sie das erste mal den Patienten sehen wissen schon wer da vor ihnen im Wartezimmer sitzt.

00:21:21: Bisher ist ein Wartezimmer eine Blackbox, da sitzen ganz viele Menschen.

00:21:24: Ich weiß nichts über sie.

00:21:25: Jetzt ist es so dass das Wartenzimmer ein sogenanntes vorqualifiziertes Wartezeimer ist.

00:21:29: ich weiß genau wer mit welchen Beschwerden in meinem Wartetzimmer sitzt und welche Behandlung dann im Endeffekt braucht.

00:21:33: Und das machen wir bei Sprache weil Sprache der kleinste gemeinsame Nenner Das kann eigentlich fast jeder außer man hat eben entsprechende Behinderung.

00:21:42: Wir lösen damit die Sprachbarriere weil wir in können am Ende ganz viel Informationen bereitstellen, ohne dass jemand das manuell dokumentieren muss, aufschreiben muss.

00:21:54: Wir erzeugen keine PDFs die dann hinterher anders durchsuchbar sind.

00:22:01: und ja, das ist im Prinzip unser Kernthema.

00:22:03: Die gesamte Gesundheitsreform erst mal.

00:22:05: es ist schön, da ganz viele Bewegungen jetzt drin ist und auch viel Digitalisierung reinkommt.

00:22:11: Und für uns spielt es natürlich so ein bisschen in die Karten weil Wir an einem Punkt ansetzen, den viele nicht auf dem Schirm haben, einfach Patienten Daten über Sprache zu erfassen und nutzbar zu machen.

00:22:25: Also es ist maximal barrierefrei weil sprechen kann wirklich nahezu fast jeder und wir heben halt eben auch die Sprachbarriere auf gerade an den Stellen wo's um sensible Daten geht was auch um Informationen geht wie wichtig sind für die weitere Behandlung?

00:22:37: Und wenn ich das in meiner Muttersprache erledigen kann kann ich dem Arzt halt eben häufig sehr viel mehr Informationen geben als ich das in einer anderen Situation wie bisher in den Kliniken machen kann.

00:22:47: Gebärdensprache ist aktuell leider noch nicht umsetzbar für uns, aber wir haben zum Beispiel auch Patientinnen gehabt die erblindet sind und die halt eben an anderen Devices nicht zurechtkommen, aber überhören und sprechen funktioniert das.

00:23:04: Man kann auch Untertitel drunter legen so dass man zum Beispiel nicht so gut hören kann, dass man es halt mitlesen kann.

00:23:12: Auch da die Sprachbarriere halt eben auch noch mal mitüberbinden können.

00:23:16: Es ist für Kliniken und Praxen geeignet überall da, wo man eben medizinische Informationen erfasst.

00:23:21: Wir können das in jeder Stelle machen.

00:23:22: Notaufnahme ist so ein Punkt der den meisten Druck hat weil da ganz viele Patienten einströmen und auf wenig Personal treffen die das in einer bestimmten Zeit halt eben auch dann bearbeiten müssen und uns die Patienten versorgen müssen.

00:23:34: wir können es aber an jede anderen Stelle auch machen.

00:23:36: also wir können das zum Beispiel in Präminikationsanamnesen machen.

00:23:39: wir können dass für viele chronisch Erkrankte machen für die Patienten die elektiv in irgendwelche Sprechstunden kommen Auch nach Hause schicken, dann kann man von zuhause mit Sprache auf dem eigenen Mobiltelefon halt eben die Anamnese machen.

00:23:54: Die Daten gehen in die Klinik zurück und werden dort direkt in den Systemen gespeichert.

00:24:00: Es ist in der Hausarztpraxis denkbar.

00:24:01: Ich setze das immer in eine Radiologiepraxen ein in den Umkleidekabinen.

00:24:05: Und bevor die Patienten untersucht werden, werden sie in der Kabine nochmal befragt warum Sie jetzt wirklich genau da sind.

00:24:09: weil die Informationen fehlt uns auf den Überweisungsscheinen häufig?

00:24:14: Wir machen das als Infopoint Wir machen stationäre Aufnahmen damit.

00:24:18: Im Prinzip ist das überall da denkbar, wo Menschen miteinander sprechen, Dokumente ausgefüllt werden müssen und ja, das ist im Prinzip unser USP an der Stelle.

00:24:28: Ja trotz all der Innovation fehlt es teilweise noch an vielen grundlegenden Dingen beispielsweise was die Interoperabilität angeht.

00:24:36: nach wie vor gibt es eine sehr große Abhängigkeit von US-Konzernen.

00:24:41: natürlich dass Dauerthema fehlender Mehrwert und fehlende Nutzerfreundlichkeit.

00:24:46: Gerade in der Pflege zeigt sich, wie groß die Lücke zwischen politischen Digitalisierungszielen und dem Alltag vieler Einrichtungen noch ist.

00:24:53: Darüber habe ich mit dem Pflegeexperten Thomas Meissner gesprochen.

00:24:57: Ja es sind viele Gesetze, sie sind an vielen Stellen Baustellen.

00:24:59: allerdings muss man sagen außer der Digitalisierung die anderen Sachen sind seit langem bekannt das Änderungsbedarfe sein müssen.

00:25:06: des Krankenhausgesetz hätte schon lange passieren müssen.

00:25:09: Eine Reform der Pflegeversicherung muss auch passieren, wenn wir immer mehr Leute haben die Leistungen in Anspruch nehmen und immer weniger Leute haben sie einzahlen.

00:25:15: Muss jeder normale Mensch darauf kommen dass dann irgendwann eine Diskrepanz besteht zwischen Einnahmen und Ausgaben?

00:25:20: Und die Hoffnung ist jetzt das man mit Digitalisierung Geld sparen

00:25:23: kann?

00:25:24: Ja ich finde das ist ja völlig falscher Ansatz!

00:25:27: Die Digitalisierung muss zunächst mal sehr viel Transparenz in die Abläufe bringen.

00:25:32: Digitalisierung muss Nachvollziehbarkeit haben und sie muss Erleichterung haben für die beruflich pflegenden, für Ärzte, für alle Berufsgruppen.

00:25:39: Und zum Schluss muss es mehr Zeit für die Patienten

00:25:41: geben.".

00:25:43: Ja von ärztes Seite klingt das oft so dass wenn man die ganzen tollen KI-Tools usw.

00:25:48: hat, dass man dann einfach nur einen höheren Durchschlag an Versicherten hat, die durch System geschoben werden?

00:25:57: Also ich glaube, dass es zum Schluss Darum gehen muss, dass die KI Unterstützungsmaßnahmen und Empfehlungen gibt.

00:26:05: Aber die Verantwortung bleibt bei der Profession, die gerade gefragt ist.

00:26:09: Das ist egal ob es ein Arzt- und Physiotherapeut oder eine Pflegekraft ist.

00:26:12: Die Verantwortung bleibt aber die Unterstützung bei Entscheidungen Prozesse transparent zu machen und ein zwei drei Ideen vorzuschlagen.

00:26:20: das ist der Sinn von KI.

00:26:22: Unabhängig davon glaube ich, dass in der Bevölkerung Wort KI und Digitalisierung sehr unterschiedlich wahrgenommen wird.

00:26:28: Und jeder verstellt steht was anderes drunter, das ist wie Pflege wenn sie von Pflegesprächen.

00:26:33: jeder hat eine andere Vorstellung.

00:26:34: also da müsste man differenziert hingucken.

00:26:36: aber prinzipiell bleibt die Verantwortung bei demjenigen der die KI einsetzt.

00:26:42: Wie ist das im Pflegebereich?

00:26:44: Ich war jetzt auch auf der alten Pflegemesse letztes Jahr.

00:26:48: Irgendwie habe ich das Gefühl gehabt, dass es tatsächlich ein ganz anderes Publikum war und auch andere Aussteller dort.

00:26:56: Also andere Schwerpunkte einfach.

00:26:58: Aber ich habe gesehen, dass da schon sehr viel Richtung Pflegeassistenzsysteme, dass man mit Sprachangabe dokumentieren kann... Was sind so die besten Beispiele für eine?

00:27:18: Also wenn wir von Digitalisierung sprechen, dann ist das zunächst mal ein analogen Prozess in einen digitalen zu überführen.

00:27:25: Und diese digitalen Prozesse, da gibt es dann KI die künstliche Intelligenz.

00:27:28: Da gibt es Robotik und Assistenzsysteme.

00:27:31: Das muss man aufkleiden.

00:27:32: Man muss das aber letztendlich von der Metaebene sehen.

00:27:34: Die Grundvoraussetzung ist dass wir alle Prozese digitalisieren.

00:27:37: Dass wir also das was wir früher mit der Hand auf den Zettel geschrieben haben jetzt in ein Smartphone auf ein Tablet oder irgendwo hinschreiben wo es dann eben sozusagen automatisiert weiterverarbeitet werden kann.

00:27:48: Dann können wir gucken KI-Einsätzen nämlich, dass diese Daten bewertet werden und aus diesen Daten etwas entsteht.

00:27:54: Das ist künstliche Intelligenz.

00:27:56: aber zunächst mal die Erfassung das ist die Digitalisierung.

00:27:59: Und wir haben in Deutschland – ich kann das für das Pflegeproblem sagen – noch ein großes Problem was die Digitalisierung anbelangt weil die Telematikinfrastruktur da nicht funktioniert.

00:28:09: Das heißt Wir haben einen Teppich ausgebreitet den im Augenblick keiner nutzt.

00:28:12: Woran liegt es?

00:28:14: Weil Digitalisierung nicht erfahrbar ist.

00:28:16: Wenn Sie das Beispiel eines Handys nehmen Meine Mutter ist wird neunzig.

00:28:21: Der habe ich gesagt, wenn du dich nicht mit dem Handy beschäftigst wirst du keine Bilder von deinen Enkeln und Urengeln bekommen.

00:28:27: Und dann hat sie es gemacht Aber sie hatte Spaß dran weil sich das erleben konnte.

00:28:32: Vorher hat sie gesagt Ich bin zu alt, ich kann das nicht Euer hab ich gesagt Du kannst das?

00:28:35: Guck's dir mal an!

00:28:36: Wenn das Anwender freundliches funktioniert.

00:28:38: zurück zu unserem Thema Die Digitalisierung in Deutschland noch nicht erlebbar für die Nutzer.

00:28:43: Alle denken nur, nein da kann was passieren.

00:28:45: Da kommt Datenschutz, Cybersicherheit und so weiter und sofort zu kompliziert.

00:28:49: dann stürzt das System ab kein WLAN usw.

00:28:52: Da müssen wir anfangen und dann können wir uns über die anderen Sachen unterhalten.

00:28:55: In der Pflege gibt es ja auch viele ambulante Dienste und wirklich einen großen Bereich an allen möglichen Institutionen die man anschließen müsste.

00:29:06: an wie kriegt man das alles zusammen dass das dann funktioniert?

00:29:10: Die Telematikinfrastruktur ist das Netz.

00:29:13: Das ist ausgebreitet, das müsste überall funktionieren.

00:29:16: Im Grunde muss man sich das vorstellen wie eine Plattform und ich gehe auf diese Plattform weil ich Anbieter bin oder eine Profession bin und über die Plattform kann ich kommunizieren.

00:29:25: Da kommen also nur wie ein geschlossenes System die Leute rein die man rauf lässt.

00:29:29: Das Problem ist dass es die wenigsten im Moment nutzen als wenn sie als Pflegedienst zum Beispiel so eine Kim Adresse nehmen Memehladresse in diesem System

00:29:37: haben

00:29:38: und Sie merken dass keiner aber Ihnen antwortet.

00:29:41: dann macht das kein Spaß Und das haben wir im Augenblick.

00:29:43: Die Ärzte nutzen es nicht, auch die Pflege nutzt es nicht... ...die Physiotherapien und die Krankenhäuser.

00:29:47: Auch die Krankenkassen haben ein Problem, das alles umzusetzen.

00:29:52: Deshalb ist es nicht erfahrbar für die Einrichtung und deshalb wird es nicht umgesetzt.

00:29:57: Das ist natürlich dabei sich die Katze sozusagen in den Schwanz weil wenn sie vorne was rausgeben aber keinen Benefit kriegen dann macht's keinen Sinn.

00:30:05: Obwohl Kim ja auch schon zumindest für Praxen verpflichtend ist?

00:30:08: Ja so vieles verpflichtt Deutschland, aber es macht gerne!

00:30:11: Man muss aber auch dazusagen, wenn ich das noch sagen darf.

00:30:13: Viele Umsetzungstermine sind pausenlos verschoben worden.

00:30:16: Wir haben kaum einen Termin bei der Einführung, der wirklich gehalten wurde.

00:30:20: Da wird man Vierteljahr vorgeschoben und ein ganzes Jahr geschoben

00:30:22: usw.,

00:30:23: wenn Sie nur die elektronische häusliche Krankenpflegeverordnung sehen, die ist jetzt auf achtundzwanzig verschoben wurden.

00:30:30: Na ja wissen wir es macht natürlich keinen Spaß, wenn sie als Einrichtungen investieren und dann wird gesagt, nee is nicht so schlimm machen wir ein bisschen später, also Da wünschte ich mir mehr Ernsthaftigkeit und auch ein bisschen mehr Druck.

00:30:41: Und natürlich zum Schluss auch, brauchen wir eine Finanzierung

00:30:44: dafür.".

00:30:45: Frau Wagen hat in ihrer Kino zwar angekündigt man will dann nicht an der Digitalisierung sparen aber klar hofft mal mit Digitalisierung zu sparen.

00:30:52: das ist ja aktuell noch nicht drin.

00:30:55: also man muss sehr viel mehr investieren.

00:30:56: erstmal damit.

00:30:57: Also natürlich bleibt ein bisschen immer bei den Unternehmen hängen Aber sie können nicht bei einer Transformation eines Gesamtgesundheitswesens in die Digitalisierung alles den Einrichtungen überelfen.

00:31:07: Zum Schluss zahlen es nämlich die Steuerzahler oder die Beitragszahler der Kranken- und Pflegekassen.

00:31:12: Und insofern brauchen wir etwas für die investiven Kosten, da gibt es Ansätze, § VIII zum Beispiel im SGB XI Wir brauchen etwas für laufenden Kosten und eigentlich brauchen wir auch ein bisschen Geld für Innovation.

00:31:23: Also wir brauchen drei Blöcke!

00:31:25: Da würde ich sagen... Der Satz, wir wollen daran nicht sparen ist nett klingt in der Bevölkerung gut.

00:31:32: Ist aber scheinbar doch nicht ernst gemeint denn aus unserer Sicht wird überall gespart und leider immer an den falschen Stellen.

00:31:38: haben sie denn eine Lösung wie man allein dieses Kommunikations Thema in den Griff bekommen würde?

00:31:45: also das ist ja Kim oder Dirty Messenger oder was auch immer genutzt wird.

00:31:51: aber gibt es überhaupt eine Möglichkeit dass man da gemeinsame Nenner findet?

00:31:55: Die gibt es schon.

00:31:56: Es gibt ja auch Ansätze, wir haben das Kompetenzzentrum beim Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung.

00:32:01: Dieses Kompetenzzentrum ist aufgebaut wird und hat mit ganz wenigen hochkompetenten Mitarbeitern wirklich extrem viel geschafft.

00:32:08: aber die können nur bündeln und zusammenfassen.

00:32:11: Die können nicht die Umsetzung rein definieren.

00:32:13: Wir haben das Bundesministerium im Gesundheit, wir sind die Gematik und wir haben den Spitzen- verband der Gesetzlichen Kranken Versicherungen.

00:32:20: Die sind sich zwar alle einig, die sagen auch alles funktioniert gut.

00:32:23: Aber in der Praxis kommt es nicht an und das hat was damit zu tun weil auf die Gelder gefehlt haben.

00:32:28: jetzt muss man ehrlich sagen auch in der Pflege hat die Zeit gefehlet.

00:32:32: viele Einrichtungen haben dich die Nerven und nicht die Zeit.

00:32:35: Und auch nicht dass technische Verständnis.

00:32:36: also ich will immer nicht nur die anderen sind daran schuld sondern auch die profession selber muss ja noch viel nachholen Ja und auch die Krankenkassen tun sich schwer zu stellen.

00:32:46: Wir haben also müssen sich vorstellen, wir haben eine neue digitale Welt aber wir haben noch alte Verordnungen Gesetze und Richtlinien die alle analoge Prozesse beschreiben.

00:32:54: zum Beispiel die Unterschrift des Patienten auf dem Formular der häuslichen Krankenpflege.

00:32:59: Die brauchen wir eigentlich nicht mehr.

00:33:00: Aber solange die in der Verordnung steht will jeder von mir dass ich zum Patienten gehende Unterschrifthole.

00:33:05: Und kein normaler Mensch sagt mal kommen wir lassen das jetzt wir machen das.

00:33:08: Das ist eben so bisschen deutsch wenn ich das so ganz vorsichtig sagen darf.

00:33:12: da sind wir.

00:33:13: Wir holen den digitalen Prozess im Moment als PDF auf dem Bildschirm, aber das ist noch keine Digitalisierung.

00:33:19: Wir haben eine Menge zu tun und da bin ich ein Freund, dass man bei sich erst mal anfängt.

00:33:23: Da muss die Profession bei sich anfangen, da müssen die Einrichtungen bei sich anfangen.

00:33:27: Aber wenn wir das alle machen, wäre das zum Beispiel gut Wenn jeder bei sich vor der Haustür kehrt müsste es insgesamt sauber werden... ...aber das muss dann wirklich jeder machen.

00:33:35: Das müssen die Kassen machen, das muss Politik genauso machen Und das muss natürlich auch die Industrie machen.

00:33:41: Auch hier liegt eine große Verantwortung.

00:33:43: Hier ist gerade im ambulanten und langzeitpflege über viele Jahre, wenn ich das so salopp sahen darf, geschlafen worden.

00:33:50: Und jetzt haben wir Anforderungen an softwaren die so hoch sind Dass viele auch die sich so kleine softwaren gebastelt habe nicht mehr hinterher kommen.

00:33:59: Und da muss es jetzt Übergänge geben oder man muss entscheiden dass man vom markt geht.

00:34:04: Also Sie meinen jetzt speziell rückständige Praxisverwaltungssysteme zum Beispiel?

00:34:09: Praxis-Verwaltungssysteme, Softwareanbieter zum Beispiel.

00:34:12: Sie müssen

00:34:13: z.B.,

00:34:13: wenn sie die Kim wollen und ein Mann Nachricht schicken wollen, das muss direkt aus der Software gehen.

00:34:17: Bei vielen geht es aber gar nicht direkt.

00:34:18: Sie sagen zwar direkt raus, sie müssen aber drei, vier Klicke noch machen weil eine andere Software hinten angehangen worden ist.

00:34:24: Das ist nicht das was wir wollen!

00:34:26: Und wenn die Software nicht erlebbar sind, wenn die nicht Prozesse... Wenn die Software nicht dazu führt, dass wir eine Arbeitserleichterung haben, dann nutzt sie logischerweise keiner.

00:34:38: Sie würden zu Hause nie einen Kochtopf nehmen wenn sie wissen da brennt immer alles an.

00:34:41: Sie nehmen nur den Kochtopfer durchs Anbrennt.

00:34:44: Was ist wer denn so die größte Stellschraube aus ihrer Sicht wo man jetzt kurzfristig noch was reißen könnte?

00:34:50: Ich glaube jeder muss begreifen das wir um die Digitalisierung nicht drum herum kommen.

00:34:55: Wir müssen uns jeder ein ernsthaft damit beschäftigen und wir müssen ihnen das wollen.

00:35:00: Also das Fingerzeigen auf den anderen bringt nicht viel, aber es hilft von der eigenen Unfähigkeit abzulenken.

00:35:07: Und da müssen wir ehrlich sein.

00:35:08: und wenn wir das schaffen würden ich glaube dann würde es auch passieren Wir müssen's jetzt tun!

00:35:13: Wir müssen sie einfach tun!

00:35:14: Etwas bewegen beginnt mit dem ersten Schritt und der ist bei manchen geschafft und beim Manchen noch nicht.

00:35:19: und da müssen auch Einrichtungen die sagen lasst mich ruhig mit sowas Die müssen lernen du kommst nicht drum herum und sobald wir das durchbrochen haben stehen die hinten dran die hinten runterfallen, weil sie nicht mitmachen.

00:35:30: Aber im Moment sind alle die belohnt, die nicht mit machen, weil es das Mitmachen sich nicht lohnt.

00:35:36: und das ist der falsche Trend.

00:35:37: Weil Sie auch Geld sparen?

00:35:38: Weil Sie die Maßnahmen nicht umsetzen...

00:35:41: Mit dem Geldsparen bin ich vorsichtig!

00:35:43: Ich finde mir, dass sollte als Letztes bei rauskommen.

00:35:46: Wenn wir Maßnahmen Digitalisierung nur machen, um Geld zu sparen dann verlieren wir das eigentliche was wir eigentlich erreicht wollen aus dem Blickfeld nämlich geht um Patientenversorgung.

00:35:56: Man muss ja auch mehr Erfolgserlebnisse noch geben.

00:35:59: Wir nehmen mal das Beispiel Dokumentation, wir hatten hier gerade eine Session drin.

00:36:02: Wenn Sie die Wundversorgung machen und Sie haben so eine geeichte Brille auf, sag ich jetzt mal sehr salopp... Und diese Brille macht Ihnen Vorschläge wie die Wunde zu versorgen ist weil sie die Wunden sofort analysiert!

00:36:14: Und wenn das gleich dokumentiert ist spart die Pflegekraft das hinterher alles nochmal aufzuschreiben dann hat sie mehr Zeit hinterher nochmal mit den Patienten zu sprechen.

00:36:22: Das ist der Effekt, den wir brauchen.

00:36:23: Wenn das ganz zum Schluss als letzte Konsequenz auch noch ein paar Euro spart, dann ist es in Ordnung aber bitte nicht als erstes Weg des Eurosparns.

00:36:31: Als erstes geht's darum dass die Versorgung besser wird und nachvollziehbar welche Prozessschritte wir gegangen sind.

00:36:37: Das ist eigentliche Sinn von Digitalisierung.

00:36:40: Oder nehmen Sie ein Auto

00:36:41: z.B.,

00:36:41: Wir haben heute so viele Assistenzsystemen in Autos.

00:36:43: Die sind dazu da, dass das Fahren sicherer wird Und nicht das Geld gespart wird.

00:36:49: Es muss sicherer werden, also es muss klar sein was hier alles passiert.

00:36:53: Wir müssen aber – das warten wir am Anfang unseres Gespräches – die Verantwortung bleibt bei der Profession, die KI oder die digitalen Produkte einsetzt.

00:37:03: Also es wird nicht so sein und das muss man definitiv sagen dass alles nur noch über künstliche Intelligenz geht.

00:37:10: Der Mensch wird immer das Sagen haben!

00:37:12: Es gibt viele Prozesse wo die Künsteintelligenz viel mehr kann als wir Aber das ist nun beraten und unterstützender Teil

00:37:19: Das stimmt, das darf man nicht vergessen.

00:37:21: Vielen Dank und bis zum nächsten Mal!

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